Australien 22.05.2017 - 10.03.2018

Australien war ein sehr großer Teil dieser Reise und brachte einschlägige Ereignisse mit sich. Annähernd zehn Monate verbrachte ich auf dem roten Kontinent und habe all die Artenvielfalt und Schönheit des Landes kennengelernt.

 

Ich war damals nicht allein - ich hatte (!) einen Reisepartner. Nach knapp vier Monaten gemeinsamen Reisens trennten sich unsere Wege und ich startete das Reisen mit Bekannten, welche dann nach kurzer Zeit zu Freunden wurden.

 

Ich habe damals den Reiseblog "Cloudlesswanderlust" gestartet, habe Berichte über unsere Reise verfasst und Bilder/Videos hochgeladen. 

 

Aber seht selbst:

 

https://eviundralf.jimdo.com/2017/05/22/etappe-1-perth/

 

https://eviundralf.jimdo.com/2017/06/24/take-18-etappe-2-perenjori-verloren-irgendwo-im-nirgendwo/

 

https://eviundralf.jimdo.com/2017/07/05/take-19-in-80-tagen-um-die-welt-äh-nein-durch-sieben-länder/

 

https://eviundralf.jimdo.com/2017/07/26/take-20-stillstand-und-auszeit/

 

https://eviundralf.jimdo.com/2017/10/25/take-21-ein-kurzes-lebenszeichen/

 

https://eviundralf.jimdo.com/2017/08/16/take-22-jetzt-geht-die-richtige-reise-los/

 

 

Westküste - GEraldton to Darwin 17.08. - 02.10.2017

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Cairns to Brisbane 02.10. - 30.10.2017

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Brisbane to Melbourne 31.10 - 04.12.2017

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Great Ocean Road 27.11. - 28.11.2017

Mit Birte, Larissa und Michael machte ich mich auf den Weg für unseren vermeintlich letzten gemeinsamen Roadtrip: Der Great Ocean Road! Wir fuhren die gesamte Strecke von Melbourne bis kurz vor Peterborough und besuchten die weltbekannten "Twelve Apostel", "The Arch", "London Bridge" und "The Grotto". Zuvor machten wir Halt in Port Campbell und Apollo Bay und hatten eine der kältesten Nächte unseres Lebens!


Tasmanien 04.12. - 18.12.2017

Als Frau alleine reisen - Warum eigentlich nicht!?

In Tasmanien war ich das erste mal ganz auf mich alleine gestellt. Ohne Freunde oder bekannte Menschen begab ich mich auf mein erstes Solo-Abenteuer und war nach Anfangsschwierigkeiten schwer begeistert vom Land, den Leuten, der Flore & Fauna und der Tierwelt:

 

Tasmanien

https://eviundralf.jimdo.com/2017/12/18/als-frau-alleine-reisen-warum-eigentlich-nicht/


Besuch von Zuhause 18.12. - 30.12.2017

Über Weihnachten und Silvester kam mein Papa mit seiner Freundin (mehr oder weniger überraschend) zu Besuch nach Australien. Ich war vor meiner Reise nach Tasmanien auf Jobsuche und hatte schon einige Angebote, jedoch teilte mir mein Papa dann mit, dass er seinen Flug gebucht habe und Mitte Dezember 2017 nach Australien kommen würde. Das erste mal seit meiner Abreise aus Deutschland sah ich ein Familienmitglied persönlich und nicht per Videotelefonat übers Internet. Aus geplanten drei Tagen (die ich meinen Papa begleiten wollte) wurden dann knapp zwei Wochen. Wir trafen uns in Brisbane, fuhren dann durch den Glass House Mountain Nationalpark ein Stück in den Norden bis zum Rainbow Beach, wo ich dann für die Beiden eine Tagestour auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt, buchte. Ich traf mich an diesem Tag mit einer Freundin in Noosa und am nächsten Tag ging es dann für uns Drei wieder Richtung Süden. Entlang an der Ostküste Australiens hielten wir für Weihnachten an der Goldcoast (dem weltbekannten Surfers Paradies) und feierten am Mermaid Beach mit indischem Essen den Geburtstag meines Papas. Dann ging es für uns weiter Richtung Sydney, da die zwei hier das spektakuläre Feuerwerk über dem Hafen Sydneys ansehen wollten. Ich zeige ihnen alle schönen Orte und Fleckchen wo ich ca. drei Monate zuvor selbst gereist war. Es war wie eine Art Deja-Vù für mich! Plötzlich war ich wieder da: an dem Strand an dem ich surfen lernte, an den Orten wo ich mit meinen zwei kanadischen Freunden so viel Spaß hatte,  wo ich mit den skandinavischen Jungs Abenteuer erlebte und Geschichten fürs Leben schrieb. 

In Brisbane  besuchten wir den Weihnachtsmarkt an der South Bank, entspannten an der Lagune, besuchten den Botanischen Garten und das Lone Pine Koala Sanctuary, sahen das vorweihnachtliche Feuerwerk über dem Brisbane River und trafen uns mit Ralf auf ein Bierchen. Ich zeigte meinem Papa und Marlene die Stadt und die Umgebung und dann begann der Roadtrip. 

Als erstes fuhren wir in die Glass House Mountains und übernachteten in einer urig-wunderschönen Eco Lodge. Ich führte die beiden durch den Regenwald Manleys und wir genossen die Aussicht über die Bergketten der Glass House Mountains. Dann schlenderten wir noch durch ein paar Bergdörfer und fuhren zum Rainbow Beach weiter. 

Während mein Papa und die liebe Marlene einen Tag auf der größten Sandinsel der Welt "Fraser Island" verbrachten fuhr ich ins 1 1/2 entfernte Noosa und besuchte meine Freundin Pia. Wir haben uns seit Anfang Oktober nicht mehr gesehen. Sie hatte Surfstunden gebucht und ich spielte ihre persönliche Fotografin an diesem Tag. Danach wanderten wir den Costal Walk entlang Tea Tree Bay bis zur Dolphins Bay und endeten am Hell`s Gate. Nach einer kurzen Pause im Meer mit weihnachtlichem Shooting (es war ja kurz vor Weihnachten) gönnten wir uns in Noosa Heads eine super leckere Pizza. Dann hieß es auch schon wieder "auf Wiedersehen" sagen: und dieses mal war das nächste Wiedersehen gar nicht so weit entfernt, weil wir uns für den Jahreswechsel in Sydney verabredet hatten. 

Vier Stunden Autofahrt dauerte es vom Rainbow Beach bis zur Goldcoast. Wir stoppten kurz am Sufers Paradies und fuhren dann weiter zum Motel am  Mermaid Beach. Hier legten wir ein paar Strandtage ein und verbrachten Weihnachten (was zugleich der Geburtstag meines Papas ist) am Strand. Wir gingen ausgiebig essen und hatten leckeres indisches Essen am "heiligen Abend". Natürlich durften die FCN-Weihnachtsmützen nicht fehlen und Marlene hatte sogar einen kleinen Plastik-Weihnachtsbaum von Zuhause mitgebracht. Allerdings war ich kein bisschen in Weihnachtsstimmung, aber das kann man mir ja auch nicht verübeln. Es war mein erstes Weihnachten außerhalb der Heimat und dann auch noch bei Sommer, Sonnenschein, Strand, Meer und Hitze! 

Unser nächster Stopp war Byron Bay: hier zeigte ich meinem Papa die Strände wo ich surfen gelernt hatte und das Lighthouse (Leuchtturm) am östlichsten Punkt Australiens. Wir fuhren weiter nach Lennox Heads. Byron Bay war zu überlaufen - es war mittlerweile Hochsaison und eindeutig zu viele Menschen unterwegs.

In Lennox Heads zeigte ich den beiden den Tea Tree Lake, an welchem ich über zwei Monate zuvor schon mit meinen Freunden war. Marlene und auch mein Papa waren begeistert und wussten nicht, dass solche Seen existierten. Tja, auch von der Tochter kann man noch was lernen! Sie plantschten im ätherischen Gewässer und dann ging es weiter für uns nach Yamba.

In Yamba zeigte ich ihnen meinen Lieblingsstrand. Leider zogen dunkle Wolken auf und wir fuhren bald auch schon weiter. 

An diesem Tag fuhren wir noch weiter. Wir hatten eine wunderschöne Unterkunft mit Aussicht auf den Fluss. Wir besuchten Märkte, gingen wieder lecker essen und genossen die nächsten Tage in Coffs Habour und Port Macquarie. Ein Mix aus Strand und kultureller Stadtführung standen auf dem Plan, außerdem besuchten wir das Koala Sancturary (eine Auffangstadtion für verletzte Koalas) und fuhren weiter zum Anna Bay und Nelson Bay in der Nähe von Newcastle. Hier beobachteten wir Kamel-Touren in den Dünen und fuhren nach Hunter Valley. Hier besuchten wir Weinproben, Märkte und die botanischen Gärten. 

 

Und dann waren wir auch schon am Ziel dieser gemeinsamen Reise angekommen: Sydney! Knapp zwei Wochen hatte ich meinen Papa und seine Freundin Marlene begleitet und den persönlichen Tourguide gespielt. Ich habe ihre Unterkünfte gebucht, die Route geplant, war der Chauffeur, da beide noch nie Automatik (und auf der linken Straßenseite) gefahren sind, ich  habe den "Ton" angegeben und entschieden was wir machen - jetzt war es Zeit, dass die beiden die restliche Woche ihres Urlaubs ohne mich verbringen und auf sich gestellt sind. Ich buchte den beiden noch eine Unterkunft in Sydney, da sie das Feuerwerk zum Jahreswechsel ansehen wollten und dann ging es für die beiden in die Blue Mountains. Ich verabschiedete mich in Sydney und verbrachte die Tage dann bei meiner Freundin Pia. 

...


Silvester in Sydney 30.12.2017 - 04.01.2018

Die Tage über den Jahreswechsel verbrachte ich bei meiner Freundin Pia und deren Gastfamilie in Sydney. Meinen Papa und seine Freundin Marlene schickte ich nach dem spektakulären Feuerwerk über der Harbor Bridge in die Blue Mountains und anschließend machten sie sich wieder auf den Weg zurück nach Brisbane, von wo aus sie dann wieder nach Deutschland flogen. 

Nach dem Jahreswechsel traf ich auch noch ein letztes Mal Ralf. Wir hatten mittlerweile unterschiedliche Pläne und es war (in meinen Augen) unwahrscheinlich, dass sich unsere Wege noch einmal kreuzen würden. Es war irgendwie eine absurde Situation, da wir zu Beginn unserer Reise geplant hatten den Jahreswechsel in Sydney zu feiern und jetzt waren wir beide tatsächlich hier - in Sydney. 

Am 31.12. machte ich mich mit Pia und Freunden von ihr auf den Weg zum Macquaries Chair mit Blick auf das Opernhaus und die Hafenbrücke Sydneys. 

Nach dem Jahreswechsel verbrachten wir noch ein paar schöne Tage zusammen: mit Pia erkundete ich die Gegend mit der Fähre (Manly) und wir chillten am Strand, mit Ralf und Matthew machte ich den Costal Walk startend am Bondi Beach.


Sydney to Melbourne 04.01. - 10.01.2018

Über Facebook fand ich drei neue Reisepartner: Laurin (italienischer Schweizer), Fannie (Französin) und Kaija (Deutsche). Wir trafen uns in Sydney und machten uns dann auf den Weg nach Melbourne. Wir hatten einiges auf unserem Plan. Durch einige Nationalparks und vorbei an dem (angeblich) weißesten Strand der Welt kamen wir nach ca. einer Woche in Melbourne an. 


Panmure  11.01. - 08.03.2018

Hier war ich knapp zwei Monate als Allrounder auf einer Milchfarm im Süden Australiens tätig. 

Erste Zugreise in Australien - von Melbourne nach Warrnambool: ab in die neue Heimat für ein paar Monate. Die Stelle hatte ich über die Plattform Gumtree gefunden, was zu vergleichen ist mit dem uns bekannten eBay. Peter, mein neuer Boss und seine Frau Jenny führten eine Dairy Farm (Milchbauernhof) mit über 600 Kühen. Knapp 480 davon wurden täglich zweimal gemolken und auch sonst fielen einige Arbeiten an.

Mein neues Zuhause - ein Kindheitstraum wird wahr: ich bin nun Bäuerin! 24 Stunden Farmleben, 7 Tage die Woche! 

Diverse Jobs: Wassertröge reinigen und von Algen befreien, Kälber füttern, Farmmaschinen Instand halten, Werkstatt aufräumen, Kühe impfen und nach der Saison "trocken stellen", Unkraut (Disteln) von den Weideflächen entfernen/besprühen, Heulieferungen verladen, Ställe für die Kälber-Saison vorbereiten, Wiesen bewässern, Zäune reparieren usw.

Meine geliebten tierischen Farmbewohner: Jungkühe, Kälbe und Milchkühe

Zwei Mal täglich wurde gemolken! Morgens noch vor dem Sonnenaufgang und am späten Nachmittag. Es waren lange und anstrengende Tage, aber am Abend wusste man, dass man was getan hat. 

Die Kühe müssen nicht nur gemolken werden - nein, man muss sie auch füttern! Hier konnte ich mein Talent mit dem Traktor unter Beweis stellen. Erst einmal die ganzen Autoreifen von der Plastikplane entfernen und dann ab in den Traktor und tonnenweise Futter in den Anhänger laden. Dann ging es zu den hungrigen Kühen!

Meine Farm-Maschinen - ein Traum jedes kleinen Jungen! Und auch für mich war es ein Spaß all diese Maschinen mal zu bedienen, zu fahren, Instand zu setzen und mit meinem Tüftler Peter in dessen "Werkstatt" zu basteln.

Da braucht man kein Workout mehr im Fitnessstudio! Es reicht die körperlich anstrengende Arbeit auf der Farm: schwere Melkmaschinen, Geräte bedienen, Zäune neu anlegen und Instand halten, Kälber füttern, Kühe treiben usw.

Meine geliebten Sonnenaufgänge jeden Morgen beim Melken. Jeden Tag hatte ich das Gefühl schon in Afrika zu sein und den brennenden Feuerball über der Savanne aufgehen zu sehen.

Kleiner Ausflug nach Port Fairy - die lebenswerteste Gemeinde der Welt. Eigentlich wollte ich ein paar Sports besuchen und mit meiner Kamera ein paar schöne Bilder schießen. Jedoch wurde ich kurzerhand zum "Rettungsassistenten". Eine von zwei Reiterinnen verunglückte am Strand und ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um zu helfen, den Notarzt zu rufen und erste Hilfe zu leisten bis die richtigen Rettungssanitäter kamen. 

Ein anderes Mal machte ich mich auf um für meine Farmfamilie zum Abschied Wein zu kaufen - welcher natürlich zuvor probiert werden musste! Ich will ja nicht irgendetwas kaufen - es muss schon schmecken. Und nach knapp zwei Monaten täglichem gemeinsamen Abendessen mit ab und an einem (oder zwei) Gläschen Wein wusste ich worauf meine Chefs standen.

Auf dem Weg zurück nach Melbourne: Da hat sie mich wieder, meine geliebte Stadt!
Jetzt waren es nur noch wenige Stunden. In zwei Tagen traf ich mich mit meiner neuen Reisepartnerin und dann hieß es für mich nach knapp 10 Monaten: "Adieu Australien! Es war schön bei dir! Ich hatte Höhen und Tiefen und ich bin mit dir gewachsen."

Australien – Time to say Goodbye! Der rote Kontinent in meinen ganz persönlichen Zahlen:

292 Tage

7 x Hostels
3 x Zelte
2 x Autos
3 x Dachzelte
2 x Airbnb
2 x Caravanparks
3 x Freunden
6 x Hotels
1 x Couchsurfing

6 von 7 Bundesstaaten

5 Inseln

3 Zeitzonen

3 Jobs

9 Roadtrips

641 Kühe

4 Elektroschocks

276 Tage Sonnenschein

17,5 Std. Zugfahren

3 Inlandsflüge

7 Uber-Fahrten

1 defekte Schlüsselbox

3 Erkältungen

1 Impfung

1 Notarzteinsatz (Helfer)

Diese bisher längste Reise in einem Land hat mich als Person verändert. Ich habe Orte besucht von denen ich nicht einmal geträumt hatte, ich habe Menschen kennengelernt, die meine Freunde wurden, ich habe Arbeiten ausgeführt und in Berufsbranchen geschnuppert, bei denen ich niemals gedacht hätte, dass ich das einmal machen könne, ich habe viele Tränen vergossen (negative, aber auch sehr viele positive - vor lauter Lachen), ich habe meine Ängste überwunden und bin aus einem Flugzeug gesprungen, ich habe surfen "gelernt" und ich habe die meiste Zeit unter dem klaren Sternenhimmel gezeltet, ich habe mich selbst besser kennengelernt und erkannt, dass man auch viel minimalistischer leben kann. Ich habe Landschaften gesehen die so surreal sind und bin durch uralte Regenwälder gelaufen, ich habe so viele Sachen erlebt, die man gar nicht in Worte fassen, realisieren oder verarbeiten kann. Danke Australien, danke für dieses Abenteuer - aber jetzt kommt das worauf ich schon so lange gewartet habe! NEUSEELAND!