Brisbane

Mikkel und Eldar hatten zwar von Anfang an einen strikten Zeitplan, da sie Ende November nach Hawaii fliegen wollten, jedoch änderten sich ihre Pläne und sie wollten ihr Auto noch vor (!) dem "Urlaub" verkaufen und somit noch früher in Sydney sein. Uns war das dann alles doch zu schnell und zu hektisch - wir hatten ja Zeit. Somit beschlossen Larissa und ich auf dem Weg nach Brisbane, dass wir diese Truppe verlassen würden und uns um neue Reisepartner kümmern würden bzw. mit Bus oder per Anhalter weiterreisen würden. Da die Jungs in Brisbane bei Freunden unterkamen und für uns kein Platz dort war kam es uns recht, dass wir im Big Bird Backpackers (Hostel) eincheckten und dann auch gleich "auf Wiedersehen" sagten. 

 

An unserem "ersten" Tag in Brisbane gingen wir auf die Boundary Street Markets, wo es leckeres vegetarisches und veganes Essen gab, Musik spielte, Straßenkünstler malten und zudem gab es ganz viel tolle Sachen zu kaufen. Hier war zufällig uach das Westend Street Art Festival und das ließen wir uns natürlich nicht nehmen und blieben einige Stunden hier. Wir futterten Maiskolben und türkische Delikatessen. Dann spazierten wir zurück in Richtung Innenstadt, gingen durch den Park vorbei am Riesenrad am Brisbane River und der South Bank. 

 

Später die Woche planten wir in der Bücherei die weitere Reise und wie wir nach Sydney kommen würden. Wir standen immer in Kontakt mit Franco, dieser dann schließlich unser neuer Reisepartner wurde. Mit dabei war sein Freund aus Kanada, Michael! Wir kannten ihn nur von Erzählungen und wussten nicht was uns erwarten würde. Ich persönlich habe ihn sofort ins Herz geschlossen!

Einen Tag haben wir mit einem Couchsurfer, der uns leider keinen Schlafplatz bieten konnte, dafür aber eine persönliche Stadtführung, verbracht. Ein Freund, mit dem ich bisher nur über Facebook geschrieben hatte, weil ich an der Westküste überlegt hatte, mit zu ihm ins Auto zu gehen, begleitete uns, da er auch in Brisbane war - und so konnte ich ihn auch mal live sehen - nach monatelangem Schreiben über Facebook. Jonny, unser Tourguide, zeigte uns Gassen, in die wir persönlich nie gegangen wären, erzählte viel über Geschichte und die Straßenkünstler Brisbanes, wir gingen ins Museum und in den Botanischen Garten, wo wir dann auch ein Bier tranken und im Food Curt günstiges Essen fanden. Am Abend tranken wir noch etwas mit Marcel (Facebook Freund) in dessen Hostel und gingen dann zurück zu unserem, was lediglich um die Ecke lag. 

Da uns das Hostel auf Dauer zu teuer wurde und wir Couchsurfing ausprobieren wollten suchten wir über die Plattform eine Bleibe. Wir wurden fündig und zogen auch gleich in den Vorort Logan Central, wo uns Chewi (wir nannten ihn Santa Claus) herzlich empfangen hatte. Er ließ den Hausschlüssel in seiner Postbox außerhalb des Hauses. Er schickte mir per Nachricht die Adresse und lies uns (wildfremde Mädels) einfach in sein Appartement - er war noch in der Arbeit. Wir hatten eine super Zeit bei ihm. Wir kochten jeden Abend und unterhielten uns. Tagsüber waren wir oft unterwegs: in der Bücherei, in der Innenstadt oder haben uns einmal mit Birte und Claudius getroffen. Da ich ein wenig erkältet war machte mir die liebe Larissa jeden Tag frischen Ingwertee mit Zitrone und umsorgte mich wie eine kleine Mama. 

Nachdem ich mich besser fühlte fuhren wir wieder mit dem Zug 45 Minuten in die Innenstadt und gingen an die Southbank zur Lagune und genossen den Tag in der Sonne.

An unserem letzten Tag bei Chewi brachte uns dieser zum Bahnhof, drückte uns ein Küsschen auf die Backen und hieß uns erneut herzlich willkommen, falls wir noch einmal nach Brisbane kommen würden. Da Franco und Michael in Brisbane an diesem Tag in Brisbane ankommen würden zogen wir zurück in die Stadt in unser altes Hostel, wo die Jungs zufälligerweise im selben Zimmer landeten. Wir beschnupperten uns und dann führten wir sie im Schnelldurchlauf durch die Stadt, zum Food Court und den Botanischen Garten. Am Abend gingen wir erst in eine Bar und tranken ein paar Bierchen, Marcel stoß zu uns und danach liefen wir zu einem Festival. Da wir hungrig waren gönnten wir uns (teures) chinesisches Essen und sparten dann später am Abend noch am Bier, denn wir tranken das günstige im Hostel anstatt auf dem Festival.

Am nächsten Tag machten wir unser erstes gemeinsames Frühstück, fuhren zu Kmart, um uns mit Campingsachen einzudecken, da Franco nur eine Ausrüstung für zwei Personen hatte und nicht wie Mikkel und Eldar für vier ausgestattet waren. Wir kauften Zelt, Schlafsäcke etc. und fuhren dann zurück in die Stadt, wo wir an die Southbank gingen und an der Lagune ein wenig plantschten. Da es zu regnen begann gingen wir zurück zum Hostel und kochten zu Abend. Und dann fing unsere Reise an: wir packten unser Auto - was eine richtige Herausforderung war, da die Jungs kein System hatten und wir gefühlt hunderte Sachen unterbringen sinnvoll verstauen mussten. Dann fuhren wir zum Mount Coot-Tha Lookout, wo wir den Blick über die Skyline von Brisbane genossen und dann fuhren wir zum Lone Pine Koala Sanctuary (eine Art Zoo) außerhalb von Brisbane.