Airlie Beach

Erster Halt in Airlie Beach war für uns der Markt am Hafen. Hier gab es allerhand lokaler Spezialitäten, Kleidung und Dekorationen. Anschließend genossen wir die Sonne an der Lagune. Wir Mädels sonnten uns und gingen ab und an ins kühle Nass, um uns abzukühlen, den Jungs war es nach einiger Zeit zu heiß geworden. Später überraschten sie uns mit ihrer neuen Bartrasur (sie sahen aus wie Magnum). Larissa, Birte und ich gingen in die Einkaufsstraße der kleinen Küstenstadt und besorgten danach noch Zutaten für das Abendessen. Nach einem auslaugenden, sonnig heiß-schwülen Tag kochten wir alle zusammen in der Küche des X-Base Campingplatzes. Trotz Müdigkeit machten Larissa und ich uns schick und gingen in die Shed Bar, welche direkt am Hostel/Campingplatz lag. 

Nach einem Tag am Whiteheaven Beach (zum Beitrag geht es hier) verbrachten wir den Abend am Campingplatz. Hier lernten Larissa und ich Ben aus Newcastle und Dylan aus Papua Neuguinea kennen. Wir hörten Musik, hatten ein paar Drinks und tauschten Geschichten aus. Da es schon nach Mitternacht war krabbelten wir bald in unser Bett.

 

Am nächsten Morgen war es so weit: unser Skydive stand bevor. Wir hatten ihn zuvor in Cairns gebucht und nun war es so weit. Nach kurzer Einweisung ging es auch schon in die Höhe. Wir waren zu fünft und mit uns zwei weitere Franzosen mit im Flieger. Auf einer Höhe von 6.000 Ft. angekommen öffnete sich die Tür des Fliegers und mein Herz blieb kurz stehen, ich schaute aus dem Fenster und sah die enorme Höhe, auf welcher wir uns bereits befanden. Ich war nicht bereit und wollte schon einen Rückzieher machen. Der erste Franzose sprang aus dem Flieger, dann der zweite! Vor mir in der Reihe saß nur noch Birte mit ihrem Guide und ich hatte kaum noch Luft zum Atmen. Die Tür schloss sich wieder und wir flogen noch weiter hinauf. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass wir uns erst auf knapp der Hälfte unserer Höhe befanden. Wir hatten natürlich 15.000 Ft. gebucht (wenn schon - denn schon!) und ich wusste nicht, dass die Franzosen nicht von der selben Höhe springen würden. Mein Herz stand für einen Moment still und ich versuchte tief durchzuatmen. Nach wenigen Augenblicken waren wir dann auch schon auf unserer Flughöhe. Ich atmete ganz ruhig und versuchte in mich zu gehen und zu entspannen. Die Tür öffnete sich wieder. Eldar sprang aus dem Flieger (er hatte zuvor schon eine Höllenangst und wollte sich eigentlich davor noch betrinken), wenige Augenblicke später war auch schon Birte an der Reihe. Und dann kam ich. Mein Guide und ich krabbelten zur Tür und ließen unser Füße aus dem Flieger hängen, ich legte meinen Kopf in meinen Nacken auf die Schultern meines Guides und dann flogen wir los: 55 Sekunden freier Fall - wir drehten uns und ich hielt (unbewusst) für die gesamte Zeit den Atem an! Die Welt war so klein und wir kamen ihr immer näher. Dann öffnete sich der Gleitschirm und wir glitten mit guter Thermik noch eine Weile wie Vögel durch die Luft. Der Boden kam immer näher und als wir sicher landeten und wieder festen Boden unter den Füßen hatten war ich noch immer vollgepumpt mit Adrenalin. Ich rannte zu Birte, die bereits wartete und uns zugesehen hatte und umschloss sie mit Freude mit den Armen. Gleich nach mir kamen Mikkel und Claudius.

Nach diesem aufregendem unvergesslichen Erlebnis entspannten wir am Campingplatz, die Jungs gingen Sport machen und später dann kochten wir wieder gemeinsam. Wir gingen alle gemeinsam in die Shed Bar. Danach zogen wir noch ein wenig um die Häuser. Letztendlich landeten wir im Boom Nightclub. Hier tanzten wir die ganze Nacht und hatten unheimlich viel Spaß. Wie es sich gehört gab es nach dieser durchzechten Partynacht Kebab als "Mitternachtssnack". Zurück am Campingplatz mussten wir feststellen, dass Eldar "Damenbesuch" hatte. Nachdem Mikkel versuchte die junge Dame von seinem Schlafplatz zu vertreiben und dann jedoch aufgab schlief er kurzerhand bei Larissa und mir im Zelt.